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Tansania
Ziel 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen Krankheiten
Etwa 7% der Einwohner Tansanias lebten 2003-2004 mit HIV/AIDS. Das war gegenüber den Vorjahren ein leichter Rückgang, der sich vermutlich sowohl aus den Erfolgen der AIDS-Aufklärung ergibt als auch aus der Tatsache, dass viel AIDS-Patienten inzwischen gestorben sind. Dass die Aufklärungsarbeit wirkt, zeigt sich daran, dass die Infektionsrate bei den 15-19jährigen lediglich etwa 2% beträgt. Wie in anderen Ländern ist die Infektionsgefahr für Frauen besonders groß. 7,3% der Frauen und 6,7% der Männer sind HIV positiv. Eine Fabrik in Arusha in Nordtansania wird von 2006 an antiretrovirale Medikamente herstellen, mit denen die Krankheit zwar nicht verhindert, aber ihr Ausbruch verzögert werden kann. Die Fabrik entsteht mit Unterstützung der deutschen Entwicklungsorganisation "action medeor", die darauf spezialisiert ist, den Zugang zu bezahlbaren Medikamenten zu ermöglichen. Gegenwärtig erhalten nur 4.200 Menschen eine solche Behandlung, 2006 sollen es 100.000 sein. Die Zahl der HIV positiven Tansanierinnen und Tansanier beträgt allerdings etwa zwei Millionen. Erfahrungsgemäß erhöhen Behandlungsmöglichkeiten die Bereitschaft zu AIDS-Tests und zu einem verantwortungsbewussten Verhalten im Leben mit HIV. Die Regierung hat beschlossen, den Patienten die Medikamente kostenlos zur Verfügung zu stellen. Es bestehen insgesamt gute Aussichten, dass Tansania die weitere Ausbreitung von AIDS begrenzen und die HIV Infektionsrate weiter senken kann.
Mit Ausnahme einiger Bergregionen ist ganz Tansania malariagefährdet. Malaria ist für etwa 30% aller Erkrankungen und 17% aller Todesfälle verantwortlich. Erfreulich ist, dass Tansania zu den afrikanischen Ländern mit der größten Verbreitung insektizid-imprägnierter Moskitonetze gehört und dass ein afrikanisches Pharmaunternehmen in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahre 2006 eine Fabrik zur preiswerten Produktion von Malaria-Medikamenten in Moshi eröffnen wird.
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