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Swasiland
Ziel 2: Verwirklichung der allgemeinen Primarschulbildung
Der Anteil der Kinder, die eine Grundschule besuchen, hat sich von 77,2% im Jahre 1990 auf 75,3% im Jahre 2002 vermindert, wobei der Anteil der Jungen jeweils deutlich höher war als der der Mädchen, außerdem sind ländliche Regionen und arme Familien stark benachteiligt. Hinzu kommt, dass etwa 40% der Kinder die Grundschule verlassen, ohne sie abzuschließen. Ein wichtiger Faktor für diese hohe Schulabbruchrate ist, dass Arbeitslosigkeit, Armut und AIDS/HIV es vielen Familien unmöglich machen, die Schulgebühren zu bezahlen. Eines der Opfer dieser Situation ist der 8jährige Charles Thwala, der mit seiner Mutter in Zentralswasiland lebt. Sein Vater ist Busfahrer in der Hauptstadt. Anfang Juli 2005 sagte Charles einem Journalisten: "Ich habe meinen Vater schon seit einem Jahr nicht gesehen. Früher hat er meiner Mutter Geld geschickt, jetzt bekommt sie nichts -- und ich kann nicht zur Schule gehen." Die Schulgebühren können nicht bezahlt werden, aber es fehlt auch das Geld für eine erforderliche neue Schuluniform. Charles: "Ich mag die Schule: Ich mag Mathematik, ich spiele gern Fußball und ich vermisse meine Freunde. Sie werden klüger als ich, sie wissen mehr." Die geplante Abschaffung der Schulgebühren ist deshalb ein Schritt zur Verbesserung der Bildungschancen und dies besonders für Mädchen.
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