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Südafrika
Ziel 5: Verbesserung der Gesundheit von Müttern
2001 starben 230 von 100.000 Müttern bei der Geburt eines Kindes. Der im regionalen Vergleich relativ niedrige Wert trotz einer hohen HIV-Infektionsrate unter werdenden Müttern erklärt sich vor allem daraus, dass die meisten Schwangeren an Gesundheitsprogrammen teilnehmen und dass 80% aller Entbindungen in Gesundheitseinrichtungen erfolgen. Beunruhigend ist deshalb auch in diesem Zusammenhang, dass jedes Jahr mehrere Tausend Ärztinnen, Ärzte und Krankenschwestern das Land verlassen, um im Ausland zu arbeiten. Insgesamt sollen es inzwischen 25.000 sein, die vor allem nach Großbritannien, Australien und die USA ausgewandert sind. Das Gesundheitsministerium kritisiert, dass westliche Länder gezielt Gesundheitsfachkräfte in Ländern wie Südafrika abwerben, um offene Stellen besetzen zu können. Es ist zu befürchten, dass sich die Qualität des südafrikanischen Gesundheitswesens drastisch verschlechtern wird, wenn sich der Exodus fortsetzt. Mehrere Länder im Südlichen Afrika haben ähnliche Probleme. Der südafrikanische Gesundheitsminister Manto Tshabalala-Msimang erklärte kürzlich: "Wir sehen nicht, welchen Sinn es macht, wenn in bestimmten westlichen Ländern keine angemessene Personalplanung betrieben wird, weil sie uns einerseits Hilfe geben und andererseits unsere Fachkräfte holen."
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