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Südafrika
Ziel 4: Senkung der Kindersterblichkeit
Nach Weltbank-Berechnungen starben 2002 in Südafrika 65 von 1.000 Kleinkindern bevor sie 5 Jahre alt wurden, während es 1990 erst 60 gewesen waren. Die Zahlen von 2002 lagen immer noch niedriger als diejenigen in den ärmeren Ländern der Region, aber Mauritius weist eine Todesrate von lediglich 19 von 1.000 Kindern aus.
Ein Grund für die hohe Kindersterblichkeit ist, dass etwa ein Drittel der Mütter neugeborener Kinder HIV positiv ist. Viele von ihnen sterben bald nach der Geburt, und damit sinken auch die Überlebenschancen der Kleinkinder. Die Universität von KwaZulu-Natal hat herausgefunden, dass die Todesrate von Kindern von zwei Jahren, die HIV negativ sind, aber ihre Mütter verloren haben, genauso hoch ist wie die von HIV positiven Kindern im gleichen Alter. Kostenlose antiretrovirale Medikamente, die das Leben HIV positiver Mütter verlängern, sind deshalb auch ein wirksamer Schritt zur Verminderung der Kindersterblichkeit.
UNICEF wies 2005 darauf hin, dass etwa drei Viertel der schwarzen Kinder Südafrikas unterhalb der Armutsgrenze leben und dass dies Auswirkungen auf ihre Rechte auf Überleben, Gesundheit, Ernährung, Bildung, Partizipation und Schutz vor körperlichen Schädigungen, Ausbeutung und Diskriminierung hat.
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