Die Millenniums-Entwicklungsziele
im Südlichen Afrika



Sambia

Ziel 3: Förderung der Gleichheit der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen

Beim "Gender-Related Development Index" kam Sambia 2005 nur auf Rang 130 von 140 bewerteten Ländern. Der "Social Watch"-Bericht 2004 zu Sambia kommt zu einem negativen Ergebnis im Blick auf die Situation der Frauen und die staatliche Gender-Politik. So habe die Regierung kein Konzept entwickelt, um gegen die weit verbreitete Gewalt gegen Frauen vorzugehen. Beunruhigend seien sowohl die wachsende Zahl ungeklärter Morde an Frauen als auch die zunehmende häusliche Gewalt.

Die Chancen von Mädchen auf Bildung sinken im Laufe des Bildungsweges. In der Grundschule ist ihr Anteil noch bei 98% im Vergleich zu den Jungen, in der Sekundarschule sind es 90% und in den Hochschulen nur noch 46%. In den oberen Klassen der Primarschule und in der Sekundarschule sinkt der Mädchenanteil, weil viele wegen einer Schwangerschaft die Schule verlassen müssen oder von ihnen erwartet wird, häusliche Arbeiten zu übernehmen.

Die Wirtschaftskrise Sambias hat dazu geführt, dass Frauen aus dem Arbeitsmarkt herausgedrängt wurden. Betrug ihr Anteil an allen Arbeitsverhältnissen außerhalb der Landwirtschaft 1990 noch 39%, so waren es 2000 nur noch 35%. Im landwirtschaftlichen Bereich wirkt sich das traditionelle Landrecht sehr negativ aus, weil es Frauen kein Land zubilligt, so dass Frauen lediglich 10% des Landes besitzen.

Im sambischen Parlament betrug der Frauenanteil 1991 lediglich 6%, bis 2001 stieg er auf 12,7% und ist damit immer noch weit entfernt vom SADC-Ziel von mindestens 30%.


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