Die Millenniums-Entwicklungsziele
im Südlichen Afrika



Namibia

Ziel 5: Verbesserung der Gesundheit von Müttern

Die vorliegenden Statistiken deuten darauf hin, dass sich die Zahl der Mütter erhöht hat, die bei der Geburt eines Kindes sterben. Waren dies 1992 pro 100.000 Geburten 225, so stieg dieser Anteil bis 2000 auf 271. Auch wenn es Zweifel gibt, ob die statistischen Angaben zutreffend sind, sind sie beunruhigend. Ein Grund dafür ist, dass jede fünfte werdende Mutter HIV positiv ist, oft verbunden mit einer gesundheitlichen Schwächung. Eine wichtige Maßnahme, um die Müttersterblichkeit zu vermindern, besteht darin, dass eine zunehmende Zahl von Geburten von einer medizinisch ausgebildete Person begleitet werden soll. War dies 1992 bei 68% der Geburten der Fall, so stieg dieser Wert bis zum Jahre 2000 auf 75% und soll 2006 88% erreichen. Es bedarf großer Anstrengungen, das Millenniumsziel, die Müttersterblichkeit bis 2015 um drei Viertel zu vermindern, zu erreichen. Dass pro Einwohner Namibias jährlich durchschnittlich 342 US-Dollar für die Gesundheitsversorgung ausgegeben werden (Stand 2001, zum Vergleich 70 Dollar im Nachbarland Angola), sagt wenig über den Zugang der armen städtischen und ländlichen Bevölkerung zu dieser Versorgung, lässt bei einer gerechteren Verteilung aber hoffen, dass die Müttersterblichkeit drastisch vermindert werden kann.

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