|
|
Namibia
Die Kluft zwischen der Höhe des Prokopfeinkommens und der Lebensqualität entsprechend dem "Human Development Index" (HDI) ist in Namibia sehr groß. Während das Land nach dem "Human Development Report" 2005 im Blick auf das Prokopfeinkommen weltweit Platz 81 einnimmt, steht es beim HDI auf Platz 125. Die HDI-Werte haben sich seit Mitte der 1990er Jahre sogar verschlechtert. Darin zeigen sich die langen Schatten von Kolonialismus und Apartheid: Während das Land hohe Exporterlöse erzielt und eine Minderheit im Wohlstand lebt, ist die Armut der benachteiligten Bevölkerungsgruppen weiterhin groß. Das verzögert das Erreichen der Millenniumsziele, wie ein Regierungsbericht zu den "Millennium Development Goals" aus dem Jahr 2004 bestätigt: "Die Ungleichheit bei der Verteilung von Einkommen und Eigentum ist weltweit unter den höchsten."
Namibia ist erst seit 1990 ein unabhängiger Staat. Mit 824.000 Quadratkilometern gehört es zu den größten Ländern im Südlichen Afrika, hat aber lediglich eine Bevölkerung von knapp zwei Millionen Menschen, von denen 27% in Städten leben. Das durchschnittliche Prokopfeinkommen betrug 1.870 US-Dollar im Jahre 2003. Hierzu tragen Bergbau (Diamanten, Uran u.a.), Landwirtschaft (vor allem Viehzucht), Fischerei und Tourismus entscheidend bei. In den 1990er Jahren ist die Wirtschaft durchschnittlich um etwa 3,5% gewachsen, nur etwa 1% mehr als die Bevölkerung und damit nicht ausreichend, um Armut zu beseitigen und Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Zu den Prioritäten bei der Verwirklichung der Millenniumsziele in Namibia sagte Helmut Angula, der Generaldirektor der Nationalen Planungskommission, im Juni 2005: "In Zukunft wollen wir noch mehr Ressourcen dafür einsetzen, HIV/AIDS und andere Krankheiten zu bekämpfen sowie Armut und regionale Ungleichgewichte zu beseitigen."
UNDP-Daten zu den Millenniumszielen in Namibia:
Zusatzinfo 1
Zusatzinfo 2
Weltbank-Daten zu den Millenniumszielen in Namibia:
Zusatzinfo 3
Weitere ausführliche Informationen zu Namibia finden Sie auf der Webseite der
Informationsstelle Südliches Afrika.
|
 |
|