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Mosambik
Ziel 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen Krankheiten
Die neuesten vorliegenden Daten besagen, dass 15,6% aller Menschen in Mosambik zwischen 15 und 49 Jahren mit HIV/AIDS leben. Es gibt mindestens 87.000 Waisenkinder, deren Eltern an dieser Krankheit gestorben sind. Wenn HIV/AIDS sich weiter so ausbreitet wie bisher, wird befürchtet, dass die durchschnittliche Lebenserwartung in Mosambik sich bis 2010 auf 36,5 Jahre vermindert. 2005 lebte nach UNICEF-Schätzungen etwa eine Million Kinder in Mosambik, die entweder selbst HIV positiv waren, die sich um an AIDS erkrankte Familienmitglieder kümmern mussten oder die bereits einen oder beide Elternteile durch die Krankheit verloren hatten. 2004 waren unter den etwa 97.000 Menschen, die an durch AIDS bedingte Krankheiten starben, 17.500 Kinder. 91.000 Kinder unter 15 Jahren leben mit HIV/AIDS. Jeden Tag werden 90 Kinder von Müttern geboren, die den Virus in sich tragen oder an AIDS erkrankt sind. Jugendliche Mädchen sind besonders gefährdet, angesteckt zu werden. Von 130.000 Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren, die von HIV/AIDS betroffen sind, sind 100.000 Mädchen.
Die Regierung bemüht sich unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft, die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen. Es wird für möglich gehalten, die Millenniumsziele auf diesem Gebiet zu erreichen. In einem Interview äußerte sich Präsident Armando Guebuza im Juni 2005 kritisch im Blick auf die bisherigen AIDS-Aufklärungskampagnen in ländlichen Gebieten: "Wir hatten eine Haltung, mit Informationen, die auf die Menschen in den Städten ausgerichtet waren, das Problem AIDS lösen zu wollen. Wir müssen in die lokalen Gemeinschaften gehen und deren Bräuche und Gewohnheiten einbeziehen."
In anderen Ländern hat sich gezeigt, dass die Bereitschaft stark steigt, AIDS-Tests zu machen und sich zu der Krankheit zu bekennen, wenn eine Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten möglich ist. Bisher erhalten in Mosambik allerdings nur 12.600 von schätzungsweise 200.000 Menschen, denen diese Mittel helfen könnten, eine solche Behandlung. Im Blick auf antiretrovirale Medikamente stellte Premierministerin Luisa Diogo im Juni 2005 zudem fest, es fehlte nicht nur an Medikamenten, sondern "die Armut in unserem Land ist so groß, dass es ein Problem darstellt, sicherzustellen, dass die infizierten Menschen eine angemessene Ernährung erhalten, und die antiretrovirale Therapie hat nur die erhoffte Wirkung, wenn Patienten angemessen ernährt sind".
Gegenwärtig ist die Erkrankung an Malaria die häufigste Todesursache in Mosambik. Es wird geschätzt, dass 30-40% aller Todesfälle durch diese Krankheit verursacht werden, wobei kleine Kinder und schwangere Frauen besonders gefährdet sind. Das Fehlen von Gesundheitseinrichtungen und Medikamenten in vielen ländlichen Gebieten trägt wesentlich zur hohen Zahl von Todesopfern bei. Es gibt Konzepte, wie die Krankheit zurückgedrängt werden kann, aber bisher fehlen ausreichend Mittel für diese Aufgabe.
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