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Mosambik
Ziel 4: Senkung der Kindersterblichkeit
Seit den 1990er Jahren konnte Mosambik eine deutliche Senkung der Zahl der Kinder erreichen, die in den ersten fünf Lebensjahren starben (1994: 277 von 1.000 lebend geborenen Kindern, 2003: 147). Dennoch wird nicht erwartet, dass die Zahl dieser Todesfälle bis 2015 auf ein Drittel gesenkt werden kann. Grund dafür ist die Ausbreitung von HIV/AIDS, denn kranke und geschwächte Kinder sind sehr viel stärker vom Tod bedroht. 30 bis 40% der Todesfälle von Kindern sind auf Malaria zurückzuführen. Beunruhigend ist zudem, dass es ein starkes Stadt-Land-Gefälle im Kampf gegen die Kindersterblichkeit gibt. Ein Hauptgrund dafür ist der desolate Zustand der Gesundheitsversorgung in vielen Regionen. Nur die Hälfte der Einwohner Mosambiks hat Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, und in den ländlichen Einrichtungen fehlt es zudem häufig an ausgebildetem Personal. Die Anfang August 2005 begonnene Impfaktion für neun Millionen Kinder zeigt aber, dass auch in wirtschaftlich armen Ländern Kampagnen durchgeführt werden können, die eine deutliche Senkung der Kindersterblichkeit ermöglichen.
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