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Madagaskar
Ziel 8: Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft
In Madagaskar sind noch hohe Investitionen erforderlich, um international konkurrenzfähig zu werden. Der Telekommunikationsbereich ist etwa im Vergleich zum benachbarten Mauritius stark unterentwickelt. Es gib aber Erfolge, die vor allem auf der stärkeren Verbreitung von Mobiltelefonen beruhen. 1990 hatten 3 von 1.000 Einwohnern einen Festnetzanschluss, 2003 waren es auch erst 4. Dafür hatten aber inzwischen 17 von 1.000 Einwohnern ein Mobiltelefon.
Ein Haupthindernis für eine wirksame Armutsbekämpfung ist die hohe Verschuldung des Landes. 1997 mussten 58% der Staatseinnahmen für den Schuldendienst aufgewendet werden, nach dem Erlass einiger Schulden waren es 2003 noch 22,4% - immer noch bei weitem zu viel, um zum Beispiel den dringend erforderlichen Ausbau von Bildungs- und Gesundheitswesen zu erlauben. 2004 wurde Madagaskar von den westlichen Regierungen des "Pariser Clubs" ein Schuldenerlass gewährt, der bei einer vollständigen Umsetzung die Schulden des Landes gegenüber diesen Regierungen von knapp 1,6 Mrd. Dollar auf 121 Millionen Dollar vermindern wird. Außerdem erklärten sich Weltbank und Internationaler Währungsfonds zu einer Streichung von Schulden bereit, allerdings unter der Bedingung einer Privatisierung staatlicher Unternehmen, vor allem im Elekrizitäts- und Wasserbereich. Madagaskar gehört zu den 18 Ländern, denen 2005 eine Streichung der Schulden bei internationalen Organisationen zugestanden wurde.
Im Jahre 2003 erhielt Madagaskar internationale Entwicklungsgelder in Höhe von 539,5 Millionen Dollar, knapp 32 Dollar je Einwohner. Dies entsprach etwa 10% des Bruttosozialprodukts. Im gleichen Jahr machten die ausländischen Direktinvestitionen lediglich 0,7% des Bruttosozialprodukts aus, ein deutliches Indiz dafür, wie gering das Interesse an Investitionen in Madagaskar ist.
Madagaskar gehört nicht zu den Schwerpunktländern deutscher Entwicklungszusammenarbeit. Die deutschen Entwicklungshilfeleistungen betrugen 2003 14,5 Millionen Euro. Schwerpunkte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit Deutschland bilden Umweltpolitik und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen sowie Basisgesundheitsdienste. Die Entwicklungsleistungen aller EU-Mitgliedsstaaten summierten sich 2003 auf 77,2 Millionen Euro.
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