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Madagaskar
Madagaskar ist mit 587.000 Quadratkilometern die viertgrößte Insel der Welt. Auf Madagaskar leben 18,4 Millionen Menschen, jedes Jahr werden es etwa 3% mehr. Ihre Lebenserwartung beträgt 55,4 Jahre, ein im afrikanischen Vergleich relativ hoher Wert. Dies ist u.a. darin begründet, dass die HIV/AIDS-Rate bisher im Vergleich zu anderen Staaten der Region recht niedrig ist.
Madagaskar war von 1896 bis 1960 französische Kolonie. In den 1970er Jahren übernahmen Militärs die politische Macht. Sie führten das Land in eine wirtschaftliche Krise. 1990 erfolgte eine Demokratisierung Madagaskars, die allerdings 2001 in Gefahr geriet, als sich nach Präsidentschaftswahlen zwei Kandidaten zu Wahlsiegern erklärten und bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten. Seit Mitte 2002 regiert Präsident Ravalomanana unangefochten und hat das Land zu neuer politischer und wirtschaftlicher Stabilität geführt. Die 2004/5 binnen kurzer Zeit auf weniger als ein Drittel gesunkenen Weltmarktpreise für Vanille, Madagaskars wichtigstem Exportprodukt, haben allerdings zu einem Rückschlag geführt. Außerdem ist Madagaskar ähnlich wie einige andere Länder im südlichen Afrika von der Liberalisierung des weltweiten Textilmarktes betroffen. Dies führte Anfang 2005 zu einem Einbrechen der Kleidungs- und Textilexporte nach Europa und Nordamerika. Trotz solcher Schwierigkeiten verzeichnet das Land ein Wirtschaftswachstum von etwa 5% im Jahr, wozu der Tourismus und der expandierende Bergbausektor wesentlich beitragen. Madagaskar ist 2005 der regionalen Gemeinschaft SADC beigetreten und erhofft sich davon positive wirtschaftliche Impulse.
UNDP-Daten zu den Millenniumszielen in Madagaskar:
Zusatzinfo 1
Zusatzinfo 2
Weltbank-Daten zu den Millenniumszielen in Madagaskar:
Zusatzinfo 3
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