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Kongo, Demokratische Republik
Ziel 7: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit
Zu den Reichtümern des Kongo, die in einem weitgehend rechtsfreien Raum geraubt und ins Ausland gebracht werden, gehören auch wertvolle tropische Edelhölzer. Das Gewicht der Urwaldriesen und die Notwendigkeit, sie auf schweren LKWs zu transportieren, erschwert diese Raubzüge, die deshalb einen kleineren Umfang als zum Beispiel der Raub von Diamanten und Edelmetallen haben. Die politisch-militärische Krise des Landes hat in gewisser Weise viele Urwaldflächen vor einer systematischen Abholzung geschützt, aber der Preis, den viele Millionen Menschen dafür gezahlt haben, war hoch. Wenn es tatsächlich in nächster Zeit zu einem Frieden in der DR Kongo kommen sollte, besteht eine Aufgabe darin, die noch riesigen Urwälder des Landes vor der Zerstörung durch nationale und internationale Holzunternehmen zu schützen. Noch befindet sich die Hälfte des zentralafrikanischen Regenwaldgebiets, des zweitgrößten Regenwaldes der Welt von 2,5 Millionen Quadratkilometern, weitgehend unzerstört in der DR Republik Kongo, die andere Hälfte in den Nachbarländern Kongo-Brazzaville, Kamerun und Gabun. Die Weltbank hat 2001 berechnet, dass die DR Kongo jedes Jahre sechs Millionen Kubikmeter Tropenholz exportieren könnte, sechzig Mal mehr als heute. Die britische "Rainbow Forest Foundation" befürchtet im Kongo "die erste große Umweltkatastrophe des 21. Jahrhunderts".
Dominic Johnson berichtete Anfang Mai 2004 in der "tageszeitung" über die Rolle eines deutschen Konzerns bei diesen Geschäften mit Tropenholz: "Einer der wichtigsten im Kongo aktiven Holzfirmen ist in deutscher Hand. Die DIFORCO (Societé industrielle et forestière du Congo) ist eine Filiale des deutschen Unternehmens Danzer und hält Konzessionen über rund drei Millionen Hektar im Westen und Norden des Kongo. Außerdem betreibt sie in Maluku nahe Kinshasa die wichtigste Holzfabrik mit einer Kapazität von 160.000 Kubikmetern im Jahr. Während in Kinshasa diskutiert wird, schaffen die Deutschen Fakten. Vor wenigen Wochen verkündete der deutsche SIFORCO-Geschäftsführer Dieter Haag die Wiederaufnahme der Holzproduktion im Norden des Kongo. In Bumba würden dieses Jahr 40.000 Kubikmeter Holz geschlagen, 2005 sollen es dreimal so viel sein."
Im Jahre 2002 hatten 46% der Einwohner der DR Kongo Zugang zu sauberem Trinkwasser und 29% zu einer angemessenen sanitären Entsorgung. Inzwischen wird davon ausgegangen, dass als Folge von Kriegshandlungen und Flucht die große Mehrheit der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser hat.
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