Die Millenniums-Entwicklungsziele
im Südlichen Afrika



Kongo, Demokratische Republik

Ziel 2: Verwirklichung der allgemeinen Primarschulbildung

1990 gingen 54,3% aller Kinder im Grundschulalter in eine Schule, 1995 waren es 60,8%, darunter deutlich weniger Mädchen. Zwar liegen für die weiteren Jahre kaum Daten vor, aber es ist zu befürchten, dass die Möglichkeiten zum Schulbesuch seither deutlich gesunken sind, besonders in den Regionen, die stark vom Bürgerkrieg betroffen sind. Nach UNDP-Daten betrug Ende der 1990er Jahre der Anteil der Grundschulkinder, die tatsächlich eine Schule besuchten, schätzungsweise 35%. Ein Indiz für die soziale Krise ist die Tatsache, dass es allein in der Hauptstadt Kinshasa etwa 40.000 Straßenkinder gibt. Außerdem müssen 30.000 Kindersoldaten einen Neuanfang im zivilen Leben finden und eine Schulbildung beginnen, eine Aufgabe, für die UNICEF sich engagiert. Eine Annäherung an das Millenniumsziel ist nur nach einem Ende der Gewalt zu erwarten.

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