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Botswana
Ziel 8: Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft
Botswana ist intensiv bemüht, ausländische Unternehmen für Investitionen zu gewinnen. Im Bereich der Diamantengewinnung ist dies kein Problem, aber die Regierung hat das Ziel, die Wirtschaft auf eine breitere Grundlage zu stellen. Der kleine Binnenmarkt und die großen Distanzen im Land lassen es für viele potenzielle Investoren allerdings wenig attraktiv erscheinen, Produktionsstätten zur Deckung des nationalen Bedarfs an Konsumartikeln zu errichten.
Um Anschluss an die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien zu gewinnen, hat Botswana sich zum Ziel gesetzt, sowohl in die Infrastruktur als auch in Bildungsprogramme zu investieren. So sollen alle öffentlichen Schulen mit Computern ausgestattet werden. Die Zahl der Telefonkunden hat sich von 1997 bis 2002 von 80.000 auf 150.000 erhöht, die Zahl der Mobiltelefonnutzer ist mehr als doppelt so hoch. Jeder vierte Einwohner Botswanas verfügte bereits 2002 über ein Mobiltelefon, ein Wert, der in der Region nur von Südafrika übertroffen wird. Die Herausforderung für die kommenden Jahre wird darin bestehen, den Zugang zu den modernen Informationstechnologien auf die ländlichen Gebiete auszuweiten.
Dass Botswana Mitte der 1990er Jahre international in die Kategorie der Länder mit einem mittleren Einkommen eingeordnet wurde, bedeutet eine Anerkennung der Erfolge der Entwicklungspolitik des Landes, hat aber auch zur Folge, dass die Entwicklungshilfe aus Europa und Nordamerika stark zurückgegangen ist. Während die Regierung dies dank steigender Steuereinnahmen verkraften konnte, brachten diese Einschnitte viele entwicklungspolitisch aktive Nichtregierungsorganisationen in Schwierigkeiten. Seit Ende der 1990er Jahre steht wieder verstärkt internationale Hilfe zur Verfügung, allerdings beschränkt auf Programme der HIV/AIDS-Bekämpfung.
Die staatliche deutsche Entwicklungshilfe betrug 2003 3,6 Millionen Euro, etwa 2,1 Euro je Einwohner. Das Nachbarland Namibia, das zu den Schwerpunktpartnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gehört, erhielt knapp 15,5 Euro Hilfe je Einwohner. Die EU stellte 2003 lediglich 2,3 Millionen Euro Unterstützung zur Verfügung. Die gesamte Entwicklungshilfe für Botswana betrug 2002 lediglich 37,6 Millionen Dollar.
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