Die Millenniums-Entwicklungsziele
im Südlichen Afrika



Botswana

Ziel 7: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit

Etwa 60% der Fläche Botswanas ist mit Steppen bedeckt, die sich lediglich für eine extensive Viehzucht eignen. Eine der größten ökologischen Gefahren für das Land besteht in der Überweidung dieser Flächen durch Rinder und Ziegen. Deren Zahl hat sich allein von 1966 bis 1982 von 1,2 auf fast 3 Millionen Tiere erhöht. Das hat zu einer Zerstörung der Vegetation auf vielen Weideflächen geführt. Die zunehmenden Dürreperioden als Folge der Klimaveränderungen im Südlichen Afrika verschärfen diese Probleme. Die Waldbestände werden durch eine Übernutzung vor allem für die Feuerholzgewinnung bedroht. 1990 waren noch 24% Botswanas mit Wald bedeckt, 2001 nur noch 21,9%. Im Juli 2005 trat ein Gesetz in Kraft, das zum Ziel hat, alle Investitions- und Entwicklungsmaßnahmen vorab auf ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu überprüfen. In der Presse des Landes wird zwar die Frage gestellt, ob die Regierung die Instrumente hat, dieses Gesetz auch umzusetzen, aber ein Schritt in Richtung auf eine nachhaltige Entwicklung ist es auf jeden Fall.

97% der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser in einer Entfernung von nicht mehr als 2,5 Kilometern von ihren Häusern, die meisten Einwohner haben einen Wasseranschluss im Hause oder in unmittelbarer Nähe. Für einen regenarmen Staat, dessen Währung "Pula", Wasser, heißt, weil diese Lebensgrundlage so wichtig ist, bedeutet dieser Versorgungsgrad einen großen Erfolg. Zwei Drittel der Bevölkerung sind an eine angemessene sanitäre Entsorgung angeschlossen.

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