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Botswana
Ziel 4: Senkung der Kindersterblichkeit
Die Kindersterblichkeit hat sich bis in die 1990er Jahre stetig vermindert, seither sind die Auswirkungen der HIV/AIDS-Ausbreitung immer deutlicher geworden. Starben 1990 58 von 1.000 Kindern, bevor sie fünf Jahre alt waren, so stieg diese Zahl bis 2003 auf 112. 1992 waren 13,8% aller Frauen, die zur Entbindung in ein Krankenhaus kamen, HIV positiv. Ein Jahrzehnt später war dieser Wert auf 33,4% gestiegen. Daher ist auch die Zahl der HIV positiven Babies und Kleinkinder gestiegen, und das hat die Kleinkindersterblichkeit deutlich ansteigen lassen. Hinzu kommt, dass viele HIV positive Mütter auf die Brusternährung verzichten, weil ohne eine entsprechende medikamentöse Behandlung und sorgfältige Begleitung die Gefahr einer HIV-Übertragung auf das Baby groß wäre. Doch ohne Brusternährung vergrößert sich das Risiko, dass die Babies an Mangelernährung leiden und anfälliger für Krankheiten werden. So besteht die Gefahr, dass Botswana trotz eines gut ausgebauten Gesundheitswesens das Millenniumsziel nicht erreichen wird.
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