Die Millenniums-Entwicklungsziele
im Südlichen Afrika



Botswana

Ziel 3: Förderung der Gleichheit der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen

Traditionell besaßen Männer die Kontrolle über Land, Vieh und andere Besitztümer. Dies wirkt bis heute nach. Zwei Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe, die von Frauen geleitet werden, besitzen kein Vieh, bei von Männern geleiteten Betrieben ist dies nur bei einem Drittel der Fall. Frauen haben im Durchschnitt eine Herde von 6 Tieren, Männer von 20 Tieren. Durchschnittlich verdienen Frauen in Botswana lediglich 51% dessen, was Männer einnehmen. Beim "Gender-Related Development Index" erreicht Botswana lediglich Platz 100 unter 140 bewerteten Ländern.

Auf dem Weg zur Gleichberechtigung der Frauen hat Botswana dennoch beachtliche Erfolge erzielt. Heute besuchen etwa gleich viel Jungen und Mädchen Schulen und Universität. Frauen sind in traditionelle Männerdomänen wie dem Häuptlingstum vorgedrungen. Die Benachteiligungen in der Arbeitswelt und im politischen Bereich sind aber weiterhin groß. So beträgt der Frauenanteil im Parlament lediglich 11,1% (vor einem Jahrzehnt waren es sogar nur 6,8%). Besorgnis erregend ist, dass das Ausmaß der Gewalt in den Familien und in der Gesellschaft nach Feststellungen der Organisation "Frauen gegen Vergewaltigung" und der Polizei zugenommen hat. Die Regierung ist bestrebt, dem entgegenzuwirken.

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