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Botswana
Ziel 2: Verwirklichung der allgemeinen Primarschulbildung
In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre hat Botswana es geschafft, eine Einschulungsrate von annähernd 100% zu erreichen. Dafür hat die Regierung große Beträge in den Bau von Schulen und die Beschäftigung von zusätzlichen Lehrerinnen und Lehrern investiert. Etwa ein Fünftel des Staatsetats wird für Bildungszwecke aufgewendet. Schulgebühren werden nicht erhoben. Es wurde erreicht, dass Mädchen in gleichem Maße von Bildungsangeboten profitieren wie Jungen (mit Ausnahme der Berufsausbildung). Allerdings gibt es große qualitative Unterschiede zwischen staatlichen Schulen und Privatschulen, sodass die soziale Herkunft einen erheblichen Einfluss auf die Bildungsmöglichkeiten hat. Dies lässt sich zum Beispiel an der Klassengröße ablesen. In staatlichen Schulen gehen durchschnittlich 29 Kinder in eine Klasse, in Privatschulen sind es 16. Nachdem das Millenniumsziel erreicht wurde, konzentriert sich Botswana auf eine qualitative Verbesserung der Schulen (z.B. durch die Einführung von Computer-Unterricht) und den Ausbau der Vorschulerziehung. Außerdem ist man bemüht, die Rate der Kinder, die in armen Landesteilen vorzeitig die Schule verlassen (bisher mehr als 10%), zu verringern. So wird angestrebt, die sozio-ökonomische Situation der Eltern zu verbessern, damit Kinderarbeit nicht mehr zu Ergänzung des Familieneinkommens benötigt wird.
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