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Angola
Ziel 4: Senkung der Kindersterblichkeit
2002 starben 260 von 1.000 Kindern, bevor sie fünf Jahre alt wurden (2000 waren es sogar über 300). Nur in Niger und Sierra Leone ist die Kindersterblichkeit höher. In Mosambik sterben 197 von 1.000 Kindern vor dem fünften Geburtstag, der Durchschnittswert der SADC-Staaten beträgt 137. UNICEF sieht die Zerstörung des sozialen Versorgungssystems während der Jahrzehnte dauernden kriegerischen Auseinandersetzungen als einen Hauptgrund für die hohe Kindersterblichkeit in Angola an. Immerhin sei es inzwischen gelungen, Erfolge zu erzielen. Als Mitte 2005 drei Fälle von Polio auftraten, regierte die Regierung sofort und führte mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation WHO und des UN-Kinderhilfswerks UNICEF eine Immunisierungsaktion durch, die binnen kurzer Zeit fünf Millionen Kinder vor dieser Krankheit schützte. 12.500 Teams gingen von Haus zu Haus und erreichten die Menschen auch auf Märkten und vor Kirchen. WHO und UNICEF wollen das Regierungsprogramm auch weiterhin unterstützen, die Kindersterblichkeit bis 2008 zu halbieren, u.a. durch den Bau neuer Gesundheitszentren und durch Programme zum regelmäßigen Besuch von Dörfern durch Gesundheitsteams. Eine wichtige Maßnahme zur Verminderung der Kindersterblichkeit muss auch die Verbesserung der Ernährungssituation sein, denn bisher leiden 31% aller Kinder unter fünf Jahren in Angola an Untergewicht.
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