Die Millenniums-Entwicklungsziele
im Südlichen Afrika



Angola

Ziel 3: Förderung der Gleichheit der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen

Lediglich 15% der Mitglieder der Nationalversammlung sind Frauen. Nur 11 der 70 Minister- und Staatssekretärsposten waren Anfang 2005 von Frauen besetzt. Auf vielen anderen Gebieten fehlen Statistiken, aber es muss befürchtet werden, dass Angola von gleichen Möglichkeiten für Frauen und Männer noch weit entfernt ist. Beim Gender Development Index nimmt Angola lediglich Platz 124 von 140 bewerteten Ländern ein.

Sehr deutlich stellt die Botschaft Angolas in Deutschland auf ihrer Website die Schwierigkeiten der Frauen auf dem Weg zur Gleichberechtigung dar: "In der Praxis ist die Frau im täglichen Leben gegenüber dem Mann oft benachteiligt ... sind Frauen in der Staatsindustrie, in der Privatwirtschaft und im Gerichtswesen meistens in untergeordneten Stellungen tätig. Zudem sind die angolanischen Frauen stets schlechter entlohnt als ihre männlichen Kollegen, obwohl das Gesetz gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit vorschreibt. Die wirtschaftliche Verschlechterung treibt zudem Frauen und Jugendliche immer häufiger in die Prostitution. Außerdem hat die Tradition nach wie vor einen starken Einfluss auf die Stellung der Frau ... Studien haben zudem ergeben, dass die Gewalt in der Ehe stetig zugenommen hat." Auch in einem Bericht an den UN-Ausschuss zur Beseitigung von Diskriminierungen gegen Frauen hat die angolanische Regierung eingeräumt, dass es sowohl auf rechtlichem Gebiet als auch in der polizeilichen Praxis Defizite beim Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt gibt. Die Regierung hat Schritte unternommen, um die rechtliche Stellung von Frauen zum Beispiel in Erbangelegenheiten zu verbessern, aber auch im gesellschaftlichen Alltag Reformen zugunsten von Frauen durchzusetzen. Es bestehen realistische Aussichten, dem Millenniumsziel näher zu kommen.

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